Back at home…

Hallöchen,

 

jetzt habt ihr ja echt schon Ewigkeiten nichts mehr von mir gehört… Seit Dienstag bin ich zurück in Deutschland und habe mich auch schon ganz gut wieder eingelebt. 

Die letzten zwei Wochen in Thailand waren teilweise sehr sentimental. Zehn Tage bevor ich flog, musste ich meine besten Freunde verabschieden und das fiel einem natürlich nicht leicht, wenn man ein Jahr zusammen gelebt und so viel erlebt hat. 

Wir Kaum waren diese weg, reisten auch schon die restlichen Freiwilligen aus der WG ab, sodass wir nur noch zu Zweit waren. Der Abschied von der Schule war ebenfalls hart, denn die Kinder wollten uns gar nicht gehen lassen und beschenkten, v.a. mich, mit Kuscheltieren und Süßigkeiten. Die Lehrer verabschiedeten uns bei einer Extrafeier. Dort gab es Karaoke (wir mussten unglaublich viele Lieder singen), Reden, gutes Essen und wieder ganz viele Geschenke, besonders Schmuck. Ich vermisse die ganzen Menschen aus der Schule jetzt schon ganz arg und würde sie am liebsten sofort wiedersehen. 

Die letzten paar Tage verbrachte ich in der WG in Chiang Rai, wo ich mittlerweile auch gute Freunde gefunden habe. Wir genossen die verbliebene Zeit, gingen gut Essen und Feiern und als Höhepunkt noch einmal auf ein Chiang Rai United Fußballspiel (leider wieder nur unentschieden). 

Am Montag flogen wir nach Bangkok, übernachteten dort eine Nacht und dann ging es über Dehli nach Deutschland. Wir hatten unglaublich viel Gepäck und Glück, dass wir so durchgelassen wurden. Das Wiedersehen war toll und langsam gewöhne ich mich auch wieder an den Luxus hier. Z.B. an ein Bett, was nicht nur aus Styropor einsteht, ein Zimmer ohne Geckos, eine Dusche, die mitten im Bad steht, ohne Vorhang oder so, deutsches Essen und vieles mehr… 

Aber wie gesagt vermisse ich auch schon einiges wieder. Neben meinen Kindern und der thailändischen Lebensweise vermisse ich besonders auch meine Freunde aus Thailand. Am Dienstag werde ich mich mit einigen von ihnen treffen. Darauf freue ich mich jetzt schon sehr, denn wenn man sich täglich viele Stunden gesehen hat und auf einmal gar nicht mehr, ist das natürlich komisch…

So, jetzt beende ich diesen Blogeintrag mal. Ich weiß gar nicht, ob ich noch weiterhin schreiben werde, darum sag ich einfach mal tschüss und vielleicht bis bald.

Vielen Dank allerdings davor für das treue Lesen und natürlich auch für die Spenden, die es mir ermöglicht haben, dieses wundervolle Jahr zu erleben! 😀

eure Petrasia

 

PS: Sorry, dass es keine Bilder gibt, vielleicht irgendwann noch nachgerreicht…

Streichen wie Weltmeister

Normalerweise gehe ich in meinen Erzählungen ja immer recht chronologisch vor, aber das geht diesmal nicht, weil wir WELTMEISTER sind!!! 😀
Wir haben uns das Spiel auf einer großen Leinwand in Chiang Rai angeschaut. Weil wir einen anstrengenden Tag hinter uns hatten und das Spiel bei uns ja erst um zwei in der Nacht kam, war ich tot müde, aber so ein Spiel darf man sich ja nicht entgehen lassen. Ich wäre schon gerne in Deutschland dabei gewesen. So muss ich mir eben die Public Viewings im Internet anschauen. Ich hoffe, ihr hattet einen tollen Abend und habt unsere Jungs gut unterstützt!

Aber jetzt doch wieder chronologisch: Beginnen wir am Donnerstag. Da wegen eines Feiertags am Freitag keine Schule war und einige am Freitag schon abreisten, hatten wir am Donnerstag Abend noch einmal einen WG-Abend. Ich ging zuerst mit einigen Leuten Papaya-Salat essen und dann wurde zu Hause weiter gefeiert.

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Am Samstag gingen Jonas, Ingo, Kilian, Swantje und ich in das Hope for Life-Kinderheim und strichen mit den Kindern zusammen die Wände im Aufenthaltsbereich. Typisch thailändisch, war natürlich kein Betreuer oder sonstige erwachsene Person da, also kauften wir Farben und Pinsel und fingen einfach an. Hier noch ein paar „Vorher-Bilder“:

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Zuerst mussten wir die ganzen dreckigen Wände weiß streichen und die untere Kante schwarz.

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Anschließend sollten die Kinder kreativ sein und haben mit ein bisschen Hilfe sehr schöne Kunstwerke erschaffen.

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Dabei hat Kilian uns ein bisschen mit Thailsongs unterhalten.

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Es war ein schöner Tag und jetzt sieht es viel kindertauglicher aus, finde ich.
Abends ging es kurz zum Duschen nach Hause, dann sind wir (Jonas, Kilian, Swantje, ich) nach Chiang Rai getrampt, weil kein Bus mehr gefahren ist. Das hört sich bei einer zweistündigen Strecke schwer an, aber nicht in Thailand. Sofort nahm uns jemand mit an die erste Polizeikontrolle etwas außerhalb von Mae Sai. Der Fahrer musste leider wo anders hin, aber dafür waren die Polizisten so freundlich, jedes Auto, was kontrolliert wurde zu fragen, ob sie uns mitnehmen könnten. So fanden wir das perfekte Auto und konnten auf der Ladefläche des Pick-Ups sogar etwas dösen.
In Chiang Rai gingen wir direkt auf den Nachtmarkt und diesmal tanzen wir mit den Thais zusammen. Es gibt dort nämlich immer einen Platz, an dem man immer in einem großen Kreis tanzt. Wir konnten die Tänze und Schritte natürlich nicht, aber wir haben uns angestrengt und es hat viel Spaß gemacht.
Am Sonntag gingen wir für ein bisschen Internet in ein Guesthouse nahe der WG, wo wir kostenlos das Wlan-Netz benutzen durften. Am Nachmittag ging es zum Essen und Shoppen ins Big C, dann wieder in das Haus und in einen Club, um die Zeit bis zum Spiel rumzubekommen. Und schließlich folgte das Spiel, von dem ich am Anfang ja schon geschrieben habe…
Heute ging es nach Mae Sai zurück. Wir hatten wieder einen Tag schulfrei, aber es fallen ja immer einige Arbeiten, wie Wäsche waschen, Blog schreiben, die letzten Unibewerbungen losschicken etc. an.

Diese Woche ist meine letzte Woche in der Schule. Das werden traurige Tage – jeden Tag mehrere Klassen das letzte Mal haben… Außerdem ist es die letzte Woche von meinen Mae Saier Freunden, da diese schon früher fliegen als ich.

Aber es ist ja kein Abschied für immer (im zweiten Fall jedenfalls nicht) und ich freue mich auf unser Weltmeister-Deutschland!

Eure Petrasia

hochkochende Abschiedsgefuehle

Sawatdii-Kha (hallo)!

Alles neigt sich dem Ende entgegen…Aber weil noch nicht alles rum ist, habe ich noch ein paar Dinge erlebt, die ich euch erzählen möchte. 🙂

Am Freitag hatten wir in der WG unsere Abschiedsfeier, denn diesen Freitag werden uns schon viele Freiwillige verlassen, die noch ein paar Tage reisen wollen, bevor der Flieger nach Deutschland geht. Also haben wir gegrillt und um 23 Uhr dann das Deutschlandspiel geschaut. Jetzt geht es ja mit großen Schritten aufs Finale zu. Wir müssen gewinnen, schließlich habe ich eine Wette laufen und sollte Deutschland nicht Weltmeister werden, muss ich einen Donut ausgeben. 😉

Am Samstag fuhren Jonas und ich in aller Frühe nach Chiang Rai, weil wir dort mit Lilo, Swantje und deren Schwester Jasmina einen Kochkurs machten. Tick, unsere Lehrerin, führte uns zuerst über den Markt. Sie erklärte uns die Früchte und anderen Lebensmittel und spendierte uns kleine Snacks von den Sachen, die wir noch nie gegessen hatten. Dabei machte sie viele Fotos, wie auch später noch den ganzen Tag über.

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auf dem Markt

Anschließend fuhren wir zu ihr nach Hause, bekamen einen Tee und lernten ihren englischen Mann kennen, der hier auch an einer Schule unterrichtet. Dann kam die Qual der Wahl in Sachen Schürze. Davon hatte Tick nämlich eine ganze Sammlung voll und jeder durfte sich die Schönste aussuchen (wobei sie Jonas eigentlich einen Hello Kitty-Bedruck verpassen wollte. Dieser hat sich allerdings zu arg gewehrt). Im Garten pflückten wir Longbeans und Blumen (als Dekoration und Haarschmuck).

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Blumen und Bohnen

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noch mehr Blumen

Dann ging endlich das Kochen los. Wir hatten uns dafür entschieden Papayasalat (Som Dtam, für den wir die Papayas stehlen sollten), Fried Chicken with Cashnut und Massaman-Curry zu machen. Zusätzlich gab es noch in Butter gebratene Pilze, gekochte Bohnen und als Nachtisch Obst und Litchishake. Mit unseren Kochkünsten war Tick zwar nicht ganz zufrieden, Jonas Papayasalat bezeichnete sie als ungenießbar, aber uns hat das Festessen geschmeckt. Leider konnten wir nicht alles aufessen – es war viel zu viel für fünf Personen.

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Jonas beim Papayastehlen 😉

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die Zutaten fuer unsere Gerichte

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bei der Arbeit

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Massaman Curry

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Papayasalat (Som Dtam)

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Fried Chicken with Cashnut

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In Butter angebratene Pilze

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Festessen

Wenn ihr nun denkt, dass der Kochkurs somit zu Ende war…weit gefehlt. Wir ließen noch eine Laterne steigen, bei der wir uns etwas wünschen sollten und wir fütterten Fische, was gut für das Karma ist. Auf dem Heimweg machten wir noch einen Fotostopp und Tick hätte uns noch tausend weitere Sehenswürdigkeiten gezeigt, wenn Lilo ihren Skypetermin nicht schon drei Mal verschoben hätte, weil wir so lange gebraucht haben, und wir anderen auch noch Zeit gehabt hätten.

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Laterne steigen lassen

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Fische fuettern

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typisch Thai: ganz viele Bilder machen

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das Kochteam 😀

So verabschiedeten wir uns und fuhren ins Sakura Kinderheim, in dem ein paar Chiang Raier jeden Samstag freiwillig Englisch unterrichten. Als Abschied hatten diese es sich überlegt Deutsch zu kochen. Also hatten Kinder und Betreuer den ganzen Tag geschnibbelt, damit es für die Kinder abends Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat (original schwäbisch), Gemüse und zum Nachtisch Milchreis mit Zucker und Zimt geben konnte. Die Betreuer bekamen sogar Jägerschnitzel und Flädlesuppe. Wir waren eigentlich noch vom Kochkurs total satt, aber bei solchen Leckereien, konnte Keiner „nein“ sagen. Die Kinder mussten vor allem beim Kartoffelsalat ziemlich leiden. Nur wenigen hat dieser wirklich geschmeckt.

Wie letzte Woche, ging es auch diese Woche wieder auf den Nachtmarkt und nicht nur zum Shoppen, sondern auch zum Musizieren. Jonas, Georg und Kilian setzten sich erneut mit ihren Gitarren hin und spielten Thailieder. Auf Facebook, Twitter und Instagramm sind sie damit schon ziemlich bekannt unter den Thais. Das erspielte Geld kommt immer Kindern zu Gute. Es wurde schon ein Kinogang mit den Kinderheimkindern sowie das deutsche Abendessen bezahlt. Nächste Woche folgt möglicherweise eine Streichaktion im Kinderheim in Mae Sai. Ich finde, es ist eine wirklich tolle Idee und es macht viel Spaß, auch wenn ich nur manche Stellen mitsingen kann.

Am Sonntag Abend, nach unserer Rückkehr nach Mae Sai und dem wöchentlichen Skypen, hatten wir erneut eine Abschiedsfeier. Juli, die Leiterin der Burmesenschule, in der ich mit einigen anderen Freiwilligen wöchentlich einmal abends unterrichtet hatte, lud uns zum Babicue ein. Es war wieder richtig gut. Ich glaube ich habe an diesem Wochenende durch das viele Essen einiges zugenommen. 😉

Montags musste ich mich dann von meinen ersten drei Klassen verabschieden, denn ich habe nur noch zwei Wochen Schule und nächsten Montag ist ein Feiertag. Also spielte ich Spiele, machte je ein Gruppenfoto, lies auf einem T-Shirt unterschreiben, verteilte Süßes und brachte meinen Viertklässlern sogar ein paar Worte Deutsch bei.

Es ist schon traurig jetzt zu gehen und sich überall zu verabschieden. Andererseits habe ich auch schon viele Pläne für den Sommer in Deutschland. Vor allem die Essensliste wächst immer mehr.

So, jetzt euch noch einen schönen Tag,

Petrasia

Toooor! Thailand im Fussballfieber und ein Tag fuer die Lehrer

So, schon wieder eine Woche vorbei und der Abschied rückt näher…

Ich weiß nicht, ob das gut oder schlecht ist. Momentan habe ich Lust darauf mal wieder mehr westliches Essen zu essen (Obwohl ich mir nicht vorstellen kann, wie es sein soll nicht mehr mindestens einmal am Tag Reis zu essen. Reisfreie Tage sind hier eine große Ausnahme) und ich freue mich natürlich auf Freunde und Familie zu Hause. Trotzdem war es ein wunderschönes Jahr und darum wird es mir nicht einfach fallen zu gehen, gerade auch weil ich noch nicht weiß, wann ich wieder die Möglichkeit haben werde zurückzukehren. Sicher ist aber wohl, dass ein paar Jahre vergehen werden…

 

Darum nutze ich jetzt noch die verbliebenen Wochen so gut es geht. Letzte Woche habe ich im Unterricht in den Dritten und Vierten Klassen „Emotions“ durchgenommen und die Schüler diese pantomimisch darstellen lassen. Dabei sind viele tolle Fotos entstanden, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Machen wir daraus ein kleines Ratespiel: Welches Gefühl ist gemeint? Die Lösung habe ich jeweils rückwärts unter die Bilder geschrieben.

Doch zuerst noch ein Gruppenfoto 🙂

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Loesung: yrgna

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Loesung: desirprus

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Loesung: yppah

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Loesung: yrgnuh

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Loesung: das

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Loesung: yppah

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Loesung: derit

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Loesung: deracs

 

Am Donnertstag war Teacher’s Day. Darum war kein normaler Unterricht, sondern die ganze Schule ging in den Tempel. Dann überreichten Schüler aus allen Klassenstufen Blumengestecke mit Raeucherstaebchen und Kerzen an unseren Direktor. Dafür dass diese für die Lehrer beten, sollen sie Weisheit bekommen. Die Zeremonie dauerte rund eine Stunde.

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Da wir bis zum Mittagessen noch warten mussten, entschlossen sich Anja und ich dafür ein bisschen Quatsch mit den Kindergartenkindern zu machen. Da meine Kleinen gerade von der Kindergärtnerin mit Farbe angemalt wurden, verwandelten wir uns auch schnell in Katzen. Unser Kostüm wurde durch die Blumen, die wir von älteren Schülern geschenkt bekommen hatten vervollständigt. Damit machten wir viele Bilder mit den Kindern.

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Am Wochenende fuhren wir nach Chiang Rai in die WG, nachdem wir die Nachmittage unter der Woche, abgesehen von Cafe- und Marktbesuchen, untätig waren. Zwei Freiwillige feierten am Freitag ihren Geburtstag. Am Samstag gingen, bis auf Susi, Jonas und mich, alle Mae Saier wieder nach Hause.

Ich wollte aber unbedingt das Fußballspiel von Chiang Rai United sehen. Also kauften wir uns Karten für umgerechnet zwei Euro und stellten uns in die erste Reihe direkt hinter das Tor – perfekte Plätze. Kathi hatte mir ihr Trikot geliehen, die Anderen besaßen ihre Eigenen und so grölten wir zusammen mit der orangen Masse. Es hat sehr viel Spaß gemacht, wir konnten sogar mitsingen, denn es gab nur wenige Thaiworte. Leider gewann Chiang Rai nicht, aber bei dem 3:3 fielen immerhin viele Tore. 😉

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Typisch Thai, machten die Mädchen neben uns mehr Selfies als sich das Spiel anzuschauen. Es war aber auch typisch Thai wie wir zurück kamen: Zu viert auf einem Roller bei einem typischen Regenzeitschauer.

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Und von einem Fussballspiel zum naechsten: Natuerlich haben wir gestern Abend das Deutschlandspiel gesehen. Extra fuer die WM haben wir einen Fernseher organisiert und uns bei Tesco noch Troeten gekauft. Das Spiel war ja dann auch echt super, dafuer bin ich jetzt total muede – bei uns fing es schliessliche erst um 11 Uhr abends an…

Jetzt wuensch ich euch noch eine schoene WM-Zeit! Unterstuezt unsere Jungs brav und feiert den baldigen WM-Titel. 😉

eure Petrasia

Großstadtfeeling, das unter die Haut geht

Dieses Wochenende, zwei Wochen nach unserer großen Reise, ging es wieder auf einen kleinen Trip. Da wir bisher Chiang Mai nur an Loykraton gesehen hatten, beschlossen Hannah, Kathi und ich uns die zweitgrößte Stadt Thailands noch einmal etwas genauer anzusehen.

Am Freitag nach der Schule brachen wir auf und gute fünf Busstunden später waren wir in der Großstadt und suchten erst einmal eine Unterkunft. Weil wir zu Dritt im Zimmer sein wollten, teilten wir uns ein Doppelbett, was zwar eng, aber günstig (was sonst bei uns?!^^) war. Zum Abendessen hatten wir noch eine „Mama“-Suppe, dann haben wir aber nur noch den Aufenthalt geplant, denn nach dem Schultag und der Fahrt waren wir ziemlich kaputt.

Am nächsten Tag sahen wir uns vor allem die Altstadt an. Dort gibt es viele schöne Tempel, die einen Besuch durchaus lohnen. Beispielsweise der Haupttempel, in dem sich ein riesiger stehender Buddha (besonders, da diese sonst meist sitzen) befindet.

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Außerdem kann man dort Geld bei vielen glückbringenden Symbolen loswerden, ob Goldplättchen, die man auf die Buddhas klebt, Räucherstäbchen, ganze Körbe voller Blumen, Armbänder oder Fahnen, mit den chinesischen Tierkreiszeichen drauf. Diese kann man in der eigenen Glücksfarbe kaufen und dann im Tempel an die Decke hängen. Gekauft haben wir sie auch, aber dafür lieber als Andenken mitgenommen.

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Mit einem Fruitshake ging es weiter durch die brütende Hitze zum Terrakottagarten. Dort stehen viele schöne Figuren, die teilweise schon mit Moos bedeckt sind, ein Zustand, der durch die Sprenkleranlagen noch verstärkt werden soll.

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Abends gingen wir auf den berühmten Nachtmarkt. Doch auf dem Weg besuchten wir einen weiteren Tempel, um den herum es von Tieren und Tierfiguren nur so wimmelte und bei dem ein Gebäude aus Holz war. Schade war nur, dass es gerade da angefangen hat zu regnen. Also haben wir auf dem überdachten Markt nach einem Unterschlupf gesucht – und gefunden.
Den Abend ließen wir in einer Bar bei Livemusik ausklingen.

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Am Sonntag fuhren wir schon wieder nach Hause, aber davor bekam unsere tapfere Hannah ihr erstes Tattoo, einen Elefanten mit einem Thaiwort. Wegen diesem waren wir auch schon tags zuvor durch die Straßen gelaufen und hatten uns informiert. Es ist jedenfalls sehr schön geworden und so sind wir Mittags zufrieden wieder nach Mae Sai gefahren.

Und jetzt noch ein paar Bilder, die ich in meiner ersten Klasse geschossen habe, als ich letzte Woche die Buchstaben durchgenommen habe. Süß, oder?

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Ausgangssperre und andere Geburtstagsgeschenke

Seit gut einer Woche bin ich jetzt aus dem Urlaub zurück. Also höchste Zeit wieder zu schreiben.

Wie ihr wahrscheinlich durch die Medien schon mitbekommen habt, gab es in Thailand am Donnerstag einen Militärputsch, nachdem kurz davor das Kriegsrecht verhängt worden war. Macht euch keine Sorgen, wir bekommen die neusten Informationen immer sofort von der deutschen Botschaft, aber es haben sich für uns schon ein paar Dinge geändert. Während die monatelangen Demonstrationen unseren Alltag ja nicht beeinflusst haben, hat sich das nun ein bisschen geändert. Die Militärpräsenz ist auch in unserem kleinen Mae Sai angestiegen, so laufen bewaffnete Soldaten beispielsweise auch über den Markt und machen Fotos mit Touristen. Weiter gibt es eine Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr. Das Militär an der Hauptstraße versucht diese durchzusetzen, was es auch mit einigen Ausnahmen schafft. Das Abschalten von allen Radio- und Fernsehsendern (mit Ausnahme des Militärsenders, der Ansprachen sendet) ist zwar eine drastische Maßnahme, allerdings bekommen wir diese nicht so sehr mit, da wir ja keinen Fernseher besitzen. Was uns mehr betroffen hat, war der Schulausfall am Freitag, den wir dann auch gut genutzt haben.

Wobei wir so beim nächsten Thema sind: Jonas’ und mein Geburtstag. Da er am 23. und ich am 24. Mai Geburtstag hatten, haben wir beschlossen von seinen in meinen reinzufeiern. Den ganzen Tag liefen so die Vorbereitungen für ein Grillen am Abend. Wir Gastgeber kauften 10 kg Ananas, ~10 Kohlköpfe, 2 kg Sticky Rice, 2 volle Tüten Tomaten, 4 Baguettes und vieles mehr – es sollte schließlich jeder satt werden, was wohl auch gelungen ist. Als Überraschungsgäste kamen am Abend noch drei Freunde aus Chiang Rai. Es wurde ein richtig schöner Abend und um Mitternacht bekam ich neben einem Ständchen viele tolle Geschenke.

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Am nächsten Morgen wurde ich von Kathi und Hannah mit noch einem Geburtstagslied geweckt und habe von ihnen French Toast zum Frühstück bekommen. Dann nochmal ein paar Geschenke ausgepackt (nochmal Danke, für die lieben Grüße und Präsente!) und mit Jonas und Kilian Gitarre gespielt. Am Nachmittag mit meiner Familie geskyped und den Tag mit einer Serie ausklingen lassen. Es war ein wundervoller Geburtstag – Danke!

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So und jetzt noch ein kurzer Einblick in meine erste Schulwoche nach den Ferien: Es war toll die Kinder wieder zu sehen und diese haben sich auch gefreut. Ich habe wieder acht Stunden Schule plus diesmal zweimal Kindergarten. Komisch ist, dass jetzt ja das neue Schuljahr angefangen hat, also die Klassen alle eine Stufe nach oben gerutscht sind. Darum habe ich meine Vierer (jetzt Fünfer) an Anja abgegeben und bekomme dafür neue Kindergartenkinder. Ich bin gerade sehr motiviert und freue mich darauf, einfach weil es supersüße Kinder sind und man Momente wie diesen hat: Ich wollte ein Spiel mit meiner Dritten Klasse spielen und alle Kinder (v.a. Die Junges) rufen: „FIFA“. Es hat einen Moment gebraucht, bis ich gemerkt habe, dass sie ganz normales Vokabelfußball meinen. 🙂

Und somit einen schönen Wochenbeginn euch allen,

und nochmal: keine Sorge wegen dem Putsch – für uns wird gesorgt,

eure Petrasia

Wenn Sie unfreundlich sind und nur „Passport“, „10 minutes“ und „no“ auf Englisch sagen können, werden Sie Busfahrer in Laos! Wenn Sie noch nicht einmal das können, werden Sie Busfahrer in Vietnam!

 

3 Länder – 3 Wochen – 127 Stunden (5,3 Tage → ein Viertel unserer Zeit) in Verkehrsmitteln

 

So könnte man unsere Reise wohl zusammenfassen. Wir bereisten, nachdem wir im Kloster und am Meer gewesen waren, in diesen Ferien nämlich auch noch die Länder Laos, Vietnam und Kambodscha.

 

Doch bevor wir dazu kommen, muss ich noch von unserer Tour in Chiang Rai erzählen, die wir am 24. April gemacht haben. Diese geführte „Trekking-Tour“ hatten schon mehrere andere Freiwillige aus der WG gemacht und weiter empfohlen, also beschlossen Hannah, Kathi und ich sie noch vor der großen Reise einzubauen. Weil gerade noch Hannahs Bruder und Mutter da waren, kamen diese natürlich mit.

Der lange Tag begann mit einer Tour zum weißen Tempel, den ich ja schon recht oft gesehen habe. Trotzdem ist er immer wieder schön. Anschließen fuhren wir zum Schwarzen Haus. Auch dieses ist schön. Die Anlage besteht aus über 30 einzelnen Häusern, die mit Tierfellen und -Skeletten gefüllt sind. Eine Art Grufti-Kunst vielleicht…

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Weiter ging es mit einer einstündigen Bootstour auf dem Fluss hin zum Elefantencamp.

Das Elefantenreiten war wohl das Highlight des Tages (was ja auch zu erwarten gewesen war). Hannah, Kathi und Hannahs Bruder durften sich nach einiger Zeit sogar vorne auf den Platz des Elefantenreiters (Mahut) setzten. Das ganze war eine recht wacklige Angelegenheit, aber es hat sehr viel Spaß gemacht.

Im Anschluss durften wir „unsere“ Elefanten dann noch mit Maiskolben und Bananen füttern, sowie ein Erinnerungsfoto mit uns auf dem Tier, eingerahmt in einen Rahmen aus Elefantendung…

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Schweren Herzens verabschiedeten wir uns von den Dickhäutern und machten uns auf zum Mittagessen. Anschließend liefen wir durch den Wald zu einem Wasserfall, in dem wir auch hätten schwimmen können, wenn wir Badezeug dabei gehabt hätten. So streckten wir eben nur die Füße rein.

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Der Waldpfad führte uns weiter in ein Ahka-Dorf und später wurden wir noch zum Teetrinken in ein Lisu-Dorf gefahren. Die Menschen vor Ort waren sehr freundlich und die Kinder überraschend offen.

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Als wir schon dachten, dass es zurück in die Stadt ginge (es war mittlerweile Abend), fuhren wir noch zu heißen Quellen. Es war schon komisch die Füße dort hinein zu halten, waren die Außentemperaturen doch auch sehr heiß.

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Ziemlich erschöpft, aber glücklich, ging es an diesem Abend ins Hostel in Chiang Rai. Am nächsten Morgen fuhren wir schnell nach Mae Sai zurück, jedoch nur um unsere großen Rucksäcke zu packen. Wir mussten wieder in Chiang Rai übernachten, weil unser Minibus am Samstag uns dort schon früh abholen wollte. Dieser brachte uns an die Laotische Grenze zur Friendshipbridge. Mit einem weiteren Bus und einem Songteau kamen wir dann zum Pier. Es begann die zweitägige Schifffahrt nach Luang Prabang.

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Den ganzen Tag über war am Ufer des Mekong wunderschöne Natur zu beobachten: Von tropischem Regenwald, über Felsen, Sandstränden und kleinen Dörfern, wo Kinder im Wasser spielten.

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Abends übernachteten wir in Pack Baeng, nur um am nächsten Tag wieder das Boot zu besteigen und den Fluss entlang zu tuckern.

 

Vielleicht jetzt generell etwas zu den Laoten: Sie sind vom Charakter her den Thais sehr ähnlich. Beide sind freundlich, lächeln immer, die Sprache und Schrift sind ähnlich. Doch es gibt durchaus Unterschiede, sei es der Rechtsverkehr im Vergleich zum Linksverkehr in Thailand, oder die Einflüsse der Kolonialmacht Frankreich, die man an Crepes- und Baguettständen, oder auch an französischsprachigen Schildern und bilingualen Schulen, erkennen kann. Man sieht auch, dass Laos viel ärmer ist als Thailand. Es gibt als Straßen nur Schotterpisten, keine Supermärkte und die Währung ist weniger wert. Was wir allerdings einen schönen Unterschied fanden ist, dass die Frauen und Mädchen die traditionellen Wickelröcke auch im Alltag anziehen. Selbst die Schuluniform beinhaltet diese (an meiner Schule in Thailand nur am Freitag).

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Doch zurück zur eigentlichen Reise:

In Luang Prabang angekommen (und mit dem Tuktuk in die Stadt gefahren), suchten wir uns eine gute Unterkunft und durchstöberten wir den Nachtmarkt.

Am nächsten Tag standen wir um fünf Uhr morgens auf, um die Reisspenden der Laoten an die Mönche zu sehen. Diese gibt es auch in Thailand, aber in Luang Prabang ist das besondere, dass es über 30 Klöster gibt und dementsprechend viele Mönche. Morgens ziehen diese dann also in langen Schlangen die Straßen entlang und sammeln Almosen – ein sehenswertes Erlebnis!

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Anschließend bestiegen wir den Aussichtsberg mitten in der Stadt und gingen über einen teils sehr ekelhaften Markt.

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Nach dem Frühstück schauten wir uns dann viele schöne Tempel und einen Park in der Stadt an.

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Abends ging es mit dem Schlafbus in 28 Stunden nach Hanoi. Wir hätten, dank der fast waagrechten Sitze, sogar schlafen können, wäre die Straße nicht in schlimmsten Serpentinen verlaufen und, hätten wir Toilettenpausen eingelegt. So ist uns die Fahrt eher in schlechter Erinnerung geblieben.

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Am 30. April schauten wir uns dann Vietnams Hauptstadt an. Die Straßen sind gesäumt von unglaublich vielen Flaggen und vielen Propagandaplakaten.

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In Vietnam tragen die Leute wirklich auch im Alltag die Spitzen Hüte, die man von Fotos kennt.

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An dem See im Stadtzentrum haben wir uns ausgeruht und mit zwei jungen Vietnamesen geredet, die ihr Englisch an uns ausprobieren wollten.

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In der Mitte des Sees war ein Tempel, den wir mit einer Brücke erreichten.

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Abends folgte vielleicht das Highlight des Tages: Das Wasserpuppentheater. Dabei wurden typisch vietnamesische Instrumente gespielt und Puppen und Tierfiguren bewegten sich im Wasser. Es wurden auch eine Legende und Tätigkeiten, wie Feldarbeit dargestellt.

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Im Anschluss ging es in die Kathedrale der Stadt. Da wir seit unserem Abflug im Sommer in keiner Kirche mehr gewesen waren, war auch das ein sehr schönes Erlebnis, nur dass hier an jeder Säule Ventilatoren waren. Überhaupt gibt es in Vietnam viel mehr Kirchen,als in den umliegenden Ländern.

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Am nächsten Tag gingen wir zum Mausoleum von Ho Chi Minh. Dort liegt der echte, rekonstruierte Leichnam des Revolutionsführers aufgebahrt. Zum Glück sieht er mehr aus wie Wachs, da er jedes Jahr in Russland wieder „aufbereitet“ wird. Noch ein Glück war, dass wir Ausländer waren, denn die Vietnamesen mussten wesentlich länger anstehen.

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Um uns noch mehr mit dem ehemaligen Präsidenten zu beschäftigen besuchten wir das Ho Chi Minh Museum. Aber wie sich herausstellte war das eher ein Propagandamuseum für den Sozialismus. Trotzdem ganz interessant mal…

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Am Abend fuhren wir über Nacht im Schlafbus nach Hue, der alten Hauptstadt. Dieses Mal hatten wir ganz hinten eine Art Höhle.

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Nach 14 Stunden Fahrt, freuten wir uns über eine Dusche und gingen anschließend in die Zitadelle, die Verbotene Stadt. Gerade die Gebäude außerhalb des Innenlebens fanden wir, dank schöner Tore und Gärten, sehr schön.

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Am nächsten Tag ging es weiter nach Hoi An, einer wunderschönen kleinen Stadt mit ganz vielen Lampions. Beim Umsehen, haben wir Zita getroffen, eine Freiwillige aus der WG. Mit ihr haben wir dann auch den Abend verbracht.

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Mittlerweile befinden wir uns am 4. Mai.An diesem Tag haben wir uns kostenlos vom Hostel Fahrräder ausgeliehen und die historische Altstadt erkundet. Eigentlich muss man da Eintritt zahlen, aber wir haben es sogar geschafft zur Japanische Brücke zu kommen, ohne zu zahlen.

Da haben wir dann Anna und Teuti aus der WG getroffen, ein beliebtes Reiseziel also.

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Den nächsten Tag ging es am späten Nachmittag wieder in den Bus, aber davor sind wir mit den Fahrrädern ans Meer gefahren. Das hat uns zwar einen Sonnenbrand, aber auch einige schöne Bilder beschehrt.

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Auf der Busfahrt haben wir dann gehört, dass es am Tag zuvor ein starkes Erdbeben bei uns in Nordthailand gegeben hat. Doch auch jetzt wo wir zurück sind, haben wir davon noch nichts gesehen.

 

Nach 26 Stunden Fahrt kamen wir in Ho Chi Minh City, dem ehemaligen Saigon an. An diesem Abend stand nur noch Schlafen an und das in einem Zimmer mit einem Doppelbett und einer Matratze, die man nur ausbreiten konnte, wenn die Tür zu war, so klein war das Zimmer.

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Am Mittwoch gingen wir dann als erstes zum Ben Than Markt, dem Wahrzeichen der Stadt.

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Weiter ging es zum War Museum. Die Bilder vom Vietnamkrieg und dessen Folgen waren unglaublich schlimm, doch es war so interessant, dass wir bis zur Schließung vier Stunden blieben.

 

Am nächsten Tag versuchten wir Chinatown zu finden. Ob wir das geschafft haben, wissen wir nicht, zwar gab es chinesische Schilder, aber dafür sonst nichts spannendes. Also haben wir uns einen Zuckerrohrsaft und einen mit Kaffee übergossenen Pudding gekauft.

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Mit einem Taxi (weil die Strecke wirklich weit war) fuhren wir zur Jade Pagoda, die wir zwar auch erst nicht fanden, dann gefiel sie uns aber sehr gut.

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Zur Staerkung assen wir an einem kanz kleinen Stand. Das Essen war aber super!

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Am Ende des Tages schauten wir uns noch die Notre Dame Kathedrale an und ich konnte sogar eine Kerze anzünden. Als Gönnung kauften wir uns einen Donut bei Dunkin Donuts.

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Und dann mussten wir nach 10 Tagen wieder Abschied von Vietnam, der „Hupnation No 1“, nehmen, denn unsere Reise führte uns weiter nach Phnom Penh.

 

Nach dem Reisetag stand nun die Stadtbesichtigung wieder an. Wir nahmen uns eins der Tausend Tuktuks und fuhren eine Stunde lang damit rum. So sahen wir einen Affentempel, viele große Regierungsbauten und Monumente. Wir konnten unseren Tuktuk-Fahrer verstehen, der meinte, dass seine Regierung zu viel Geld für ihre Gebäude ausgibt, als für die Bettelarme Bevölkerung.

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Der Fahrer setzte uns am Palast ab, in dem, im Vergleich zum thailändischen, der König immer noch lebt. An sonsten sind die beiden Paläste jedoch sehr ähnlich.

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Am Abend haben wir durch Zufall die nächsten WG-Mitglieder getroffen: Torsten und Benni.

Nach unserer Nacht im Dorm (Schlafsaal) und wenig Schlaf, fuhren wir nach Siam Reap.

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Am nächsten Tag schliefen wir uns richtig aus und mieteten uns ein Fahrrad. Durch ein Missverständnis wollten wir schon um zwei Uhr nach Ankor Wat fahren, was dann aber erst um fünf Uhr ging. Also konnten wir nur noch den Sonnenuntergang am Haupttempel bewundern.

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Am Morgen klingelte der Wecker um vier Uhr, damit wir die sechs Kilometer zum Ankor Wat bis zum Sonnenaufgang schaffen konnten. Den übrigen Tag fuhren wir mit den Rädern (alle hielten uns für bescheuert, weil „normale“ Leute sich ein Tuktuk nehmen) durch die riesige Anlage. Es war wunderschön!

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Besonders der Waldtempel, wo sich Mauern und Bäume verbinden hat uns beeindruckt.

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Den Sonnenuntergang wollten wir uns, wie viele andere, vom Berg anschauen, doch leider versperrten Wolken uns die gute Sicht.

 

 

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Und schon wieder stand ein Abschied an, diesmal von Kambodscha und gleichzeitig neigte sich die ganze Reise dem Ende. Wir fuhren 11 Stunden nach Bangkok und waren froh mal wieder Thai reden zu können und in Baht zu zahlen (auf der Reise hatten wir ein Währungswirrwar aus Kib, Riel, Dong, Dollar und Baht). Unsere erste Investition, ein Kaffee bei Seven, erwies sich jedoch als negativ, da uns noch die ganze Nacht schlecht davon war.

 

Der 15. Mai war Khao-San-Road-Tag, an dem wir uns mal wieder mit Tops und der gleichen eindeckten, bevor es am Abend mit dem Nachtbus zurück nach Hause nach Mae Sai ging.

 

Und jetzt ist die Reise um. Kaum zu glauben, aber wahr. Es war wunderschön. Wir haben faszinierende Orte gesehen, nette und weniger nette Leute getroffen, die Probleme der Welt mal wieder vor Augen bekommen und alles in allem eine super Zeit gehabt.

Trotzdem bin ich jetzt wieder froh mein steinhartes Bett zu haben und in vertrauter Umgebung zu sein.

 

Ich gratuliere jedem, der es bis hierhin geschafft hat, ich weiß dieser Eintrag war lang… 😉

 

Alles Liebe und bis bald,

Sawat-dii Kha,

Petrasia

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